Es ist schon beeindruckend, wie die Technologien heutzutage unser Leben bestimmen und in meinem bestimmten Fall sogar deutlich verbessern.
Wenn man morgens ins Bad kommt, während ich meine Zähne putze, findet man mich auf dem Klodeckel sitzend wieder. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal stehend dieser Körperreinigung nachgegangen bin.
Bis vor kurzem putzte ich meine Zähne mit meiner in die Jahre gekommende Philips Sonicare der ersten Generation. Diese Zahnbürste hat mir meine Großmutter vor sehr langer Zeit zu Weihnachten geschenkt – ich tippe auf eine Laufzeit von ca. 12-14 Jahren. Nun schwächelte sie zwischen den Jahren, ging nicht an oder auch nicht mehr aus, ging nachts ohne Grund an und wieder aus. Irgendwann bäumte sie sich noch ein letztes Mal auf, brachte alle Kraft auf, ging einen ganzen Tag und eine ganze Nacht immer wieder an und aus und hörte dann gänzlich auf zu leben.
Die Zahnbürste erinnerte mich dabei an meinen Lieblings-Kolumnisten und Inspirator Axel Hacke und seine Kolumne: „Weiter machen“, in der er seinem Sohn eine sprechende Zahnbürste geschenkt hatte, die eines Nachts nicht aufhörte zu sprechen, kurzer Hand aus dem Fenster, in ein Baustellenloch flog und vorbeigehende Passanten irritierte.
Ich entsorgte meine Zahnbürste ordnungsgemäß in einem Container für Elektrotechnik, verabschiedete mich, bedankte mich für das lange gemeinsame Leben und putzte nun mit der klassischen Handzahnbürste.
Zum Geburtstag gab es eine neue Philips Sonicare, neuste Generation.
Ich bin überaus begeistert! Ich kann bei der Zahnbürste unterschiedliche Programme und Intensitäten auswählen und die tollste Eigenschaft ist, dass sie mich immer darauf aufmerksam macht, wenn ich zu stark aufdrücke. Die altbekannte Feder von Dr. Best Zahnbürsten in modern mit Vibration.
Ich stelle jetzt erst fest, wie häufig ich viel zu stark aufgedrückt habe und werde tagtäglich von meiner Zahnbürste umtrainiert. Ich behaupte, dass mein Zahnfleisch seitdem deutlich besser geworden ist und meine Zähne sich jeden Tag wunderbar sauber und glatt anfühlen.
Die Technologien, die Digitalisierung ist in vielen unserer Lebenssituationen angekommen, unser halbes Leben findet in dem Smartphone statt, der Rest ist im Laptop oder Tablet, überall hat man alles griffbereit. Ich kann nicht leugnen: Manchmal nervts. Ich bin weiterhin ein Freund einer handgeschriebenen To Do-Liste und einem analogen, haptischen Buch, auch wenn es meine Handtasche schwerer werden lässt.
Doch solche Erfindungen, die einem aufzeigen, wie man richtig die Zähne putzt, ist wirklich beeindruckend und praktisch.
Auch wenn niemand unser Lächeln sieht, dank der vielen tollen Masken, so ists trotzdem da und wird für den nächsten Auftritt vorbereitet!
Ich freu mich darauf, irgendwann wieder ohne Maske grenzenlos lachen zu dürfen und meine Zähnchen wunderbar gesund aussehen!
















