Tag 7 – Pläne ändern sich

In der Herberge in Ventosa konnte ich einige Deutsche diesmal kennenlernen. Wir waren gemütlich in der Dorfbar essen und haben gefroren. Es war so unglaublich kalt geworden.

Ich machte nun aber langsam mit mir aus, dass meine Reise vermutlich vorbei ist, jetzt, wo all der Muskelkater weg war und die Füsse gut drauf.

Am nächsten Morgen war es dann soweit. Nach Ruhe geht es anfangs eigentlich gut, aber diesmal tat selbst das Aufstehen weh. Ich glaube, dass ich nichts großartig kaputt machen würde, wenn ich weiter laufe, aber andauernde Schmerzen zu haben, macht auch keine Freude. Ich hab mich also entschieden, alle Pläne umzuwerfen, ein Taxi und Bus zu nehmen und nach Madrid zu fahren. Dort werde ich bis Mittwoch bleiben und dann gehts heim.

Meine Laune war nicht sonderlich gut, aber nun ist es so.


In Madrid angekommen, ohne Rucksack, ging es tatsächlich deutlich besser, doch nach einer Weile und bei Stufen steigen kam ich wieder an meine Grenzen. Es wäre also im bergigen Teil nach San Domingo auch nicht besser gewesen.

Nun ist es so. Ich werde wiederkommen. Es hat mir erstaunlich viel Spass gemacht. Die bestehende Infrastruktur macht es vor allem Anfängern leicht, sich einzuarbeiten. Das Gemeinschaftsgefühl ist toll und ein Ziel vor Augen zu haben, treibt einen jeden Tag voran.

Das nächste Mal werde ich vielleicht doch ein wenig trainieren, mit gepacktem Rucksack mal spazieren gehen. Außerdem werde ich auf dem Jakobsweg selbst versuchen, meinen Ehrgeiz zu Hause zu lassen und nicht zu versuchen, die Schnellste des Tages zu sein. Ganz nach dem Motto: in der Ruhe liegt die Kraft und der Weg ist das Ziel.

Meine frühe Heimreise hat auch Gutes für sich. Ich sehe meine Familie früher wieder. Meine liebe Schwiegermutter hat Geburtstag und ich kann dabei sein, meine kleine Cousine kommt nach Hamburg und ich werde sie sehen, mein Nähkurs beginnt in dieser Woche und ich kann die erste Stunde gleich mitmachen und ich werd mal fragen, ob ich doch wieder zum großen Galaabend bei Wahlers Auktion zusagen darf.

Ich danke Euch fürs Daumen drücken und verfolgen meiner Geschichten. Behaltet ruhig den Link. Ich werde versuchen, den Blog noch mehr zu gestalten und weitere Geschichten aus meinem Leben zu schreiben.

Jetzt wo ich in Madrid bin, kann ich gleich beginnen, einige kleine Berichte über die Architektur zu schreiben. Bleibt also dran.

Buen Camino Euch allen. 

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